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Wohnen in Granada und Umgebung

Stadt und Umland Granada sind natürlich auf Besucher eingestellt. Touristen, Studenten, Sportler und Auswanderer zieht es hierher. Sie können daher alle denkbaren Möglichkeiten der Unterbringung nutzen. Hier ist eher die Wahl die Qual.

Wohnen in der Stadt

Meist ganz oben auf der Liste stehen Angebote im maurisch geprägten Albaicin oder Realejo, wo ebenso wie in Sacromonte noch originale Höhlenwohnungen für Touristen bewohnbar gemacht wurden. Diese Viertel bieten sicher eine faszinierende, von ihrer direkten Umgebung geprägte Wohnlage. Viele Domizile sind hier aber nur zu Fuß über Treppen und Steige zu erreichen, was Selbstversorgern oder älteren Menschen das Leben schwer machen kann. Soweit Zufahrtsstraßen existieren, gibt es dort kaum Parkmöglichkeiten und deren Befahrung ist zeitlich oder örtlich eingeschränkt.

Etwas leichter hat man es da in den zentrumsnahen Vierteln um die Bib Rambla, Universität und Calle Elvira. Hier vertauscht man Ambiente dann mit geschäftigem Leben, Shopping und schnellem Anschluß an die Fußgängerzonen. Genaue Standortanalyse ist geboten, wenn Anbieter mit der "schönen Aussicht auf die Alhambra" werben. In Zentrumsnähe gibt es den nämlich nur von einigen hoch gelegenen Stellen des Albaizin aus, ansonsten aber lediglich von den bereits entfernteren Höhenzügen aus, wo Granada bereits in die Ausläufer der Sierra Nevada hinaufwächst.

Andererseits steigen hier die Chancen, auch sein Auto abstellen zu können. Wie in allen andalusischen Städten ist es auch in Granada keine gute Idee, den eigenen PKW als Transportmittel zu benutzen. Parkplätze, soweit überhaupt vorhanden, sind teuer, sowohl im Parkhaus wie auch am Hotel.

Wohnen in Granada und unmittelbarer Umgebung

Mancher legt Wert auf das Auto vor der Haustür, weniger, um jederzeit zum Zigaretten kaufen fahren zu können, sondern um auch bequem einen Ausflug in die wunderschöne Umgebung machen zu können. Auch in den ruhigen Vorstadtgemeinden von Granada gibt es Wohnmöglichkeiten, und von dort ist das Stadtzentrum bequem per Bus (oder spätnachts mit bezahlbaren Taxirechnungen) zu erreichen. Alfacar, Jún und Pulianas im Norden können solche Orte sein genauso wie Monachil und Huetor Vega im Süden. Natürlich sollten Sie sich zuvor vergewissern, dass Busverbindungen auch existieren. Das Preisniveau unterscheidet sich so merklich, daß die eine odere Taxirechnung quasi ohnehin inbegriffen ist.

Weiter hinaus sollten Sie sich allerdings nicht wagen, soweit Sie eine mehrtägige Erkundung Granadas planen, die mindestens nötig ist, um nur die wesentlichen Grundlagen zu erfassen. Die Anfahrt andalusischer Städte mit eigenem PKW ist zeitaufwendig, stressig und endet immer im nicht ganz billigen Parkhaus, was sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln bequem und kostengünstig umgehen lässt.

Wohnen in der herrlichen Natur der Region Granada

Selbstverständlich werben auch die Anbieter von Domizilen in der weiteren Umgebung von Granada mit ihrer "Nähe zum Weltkulturerbe" einerseits und der Naturverbundenheit andererseits. Auch ich selbst bevorzuge solche Wohnlagen durchaus, bin in diesem Fall aber froh, eine andere Entscheidung getroffen zu haben. Je schöner die Natur wird, desto entfernter ist sie von Granada und desto mehr wird ein Tagesausflug dorthin zur wirklichen Reise. Hier hilft auch nicht der berühmte Mittelweg. Mein Rat: Soweit sich ihr Interesse nicht auf die einmalige Besichtigung der Alhambra beschränkt, bleiben Sie in Granadas unmittelbarer Umgebung und machen Tagesausflüge ins Umland, von dort aus.

In jedem Fall abraten würde ich von der Gegend entlang der Autobahn von Granada ans Meer, wo sich viele "ländliche" Anbieter finden. Ich selbst habe diesen Landstrich als absolut öde und karge Hügellandschaft empfunden, in der ein einzeln stehender Baum oder auch das Windrad für das Auge bereits zur Landmarke wird. Da ist die Gegend zwischen Granada und Guadix schon deutlich spektakulärer, und auch Richtung Cordoba/Sevilla gibt es schöne Ecken fürs Auge. In der Alpajuerra bekommt dann die Landschaft an sich bereits ihren eigenen Urlaubswert, und Sie sind hier natürlich schon nahe am Meer. Die einfache Anfahrtszeit nach Granada liegt aber jetzt schon bei einer Stunde, je nachdem, wie weit Sie sich in die "Einsamkeit" zurückgezogen haben.

Sehr schön sein soll auch die Sierra de Cazorla, die ich selbst noch nicht besuchen konnte. Von hier aus müssen Sie aber auch für einen eintägigen Besuch Granadas vernünftigerweise bereits eine separate Übernachtung einplanen.


© 2004-2014 by Martin Haisch Gastromartini gastrobetreuung.de

Zuletzt aktualisiert am 27. Mai 2014

Mit ausdrücklichem Dank an Apachefriends und alle Open-Source-Entwickler, deren Arbeit solche Projekte erst ermöglicht
sowie an Lore für Begleitung und Ertragen programmierungstechnisch bedingter Abwesenheiten

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