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Badeurlaub und Stadtbesichtigung koppeln?

Andalusien ist ein Ferienland, ganz besonders an den Küsten, aber nicht nur dort. Insoweit finden Sie hier das komplette Programm an Wohnmöglichkeiten. Hotels jeder Preisklasse, Ferienanlagen, Apartmenthäuser, Ferienwohnungen, Fincas und reichlich Campingplätze mit Bungalows. Im Zuge der aktuellen Immobilienkrise können Sie sogar relativ günstig Eigentum erwerben, wenn ihr Geldbeutel so ausgestattet ist.

Persönlich war meine Ursprungsvorstellung vor der Planung meiner ersten Andalusienreise, die Besichtigung der Kulturstädte Granada, Cordoba und Sevilla mit einem Badeurlaub zu koppeln. Das habe ich bald aufgegeben angesichts der Entfernungen. Cadiz und Malaga lassen sich mit einem Badeurlaub vereinbaren und auch Ronda ist (leider) von der Costa del Sol aus noch gut zu erreichen. Alle anderen Städte lassen sich vom Meer aus höchstens für eine mehrstündige, beiläufige Besichtigung erreichen und dafür haben sie eigentlich zu viel zu bieten. Schon Sevilla fand keinen Raum mehr in zweieinhalb Wochen Rundreise, weil die anderen Orte zu viel Raum einforderten und das traumhafte Hinterland schon in seinen ersten Ausblicken zu viel Verlockung anzubieten hatte.

Sollten Sie also mehr planen als einen reinen Badeurlaub, rate ich Ihnen dringend, für die Besichtigung der kulturellen Schwergewichte auch Wohnmöglichkeiten einzuplanen, die nahe an diesen Zielen liegen. Unsere Idee, eine Woche nahe an Granada zu verbringen und eine an der Costa del Luz war sicher nicht die schlechteste. Aber, wie gesagt, auch so konnten wir allenfalls hineinschnuppern und vieles blieb, Gott sei Dank, noch offen.

Höhlenwohnung als Besonderheit

Falls Sie an außergewöhnlichen Wohnmöglichkeiten interessiert sind, können Sie einen solchen Anspruch in Granada und Guadix verwirklichen. Dort existieren bis heute noch ursprünglich aus der Roma-Kultur stammende Höhlenwohnungen, von denen einige an heutigen Standard angepasst wurden und jetzt als Ferienwohnungen oder Apartments vermietet werden. Das ist sicher ein sehr besonderes Erlebnis, nicht unbedingt günstig und meist (logischerweise) in Berglage, aber eben auch einzigartig und mit natürlicher Klimaanlage ausgestattet.

Wohnen in andalusischen Städten

Granada, Cordoba, Sevilla und Malaga sind Publikumsmagneten, also können Sie auch hier unter allen Wohnformen auswählen, die Ihnen zusagen oder die der Geldbeutel hergibt. Natürlich wirkt sich die Attraktivität solcher Städte auch auf den Durchschnittspreis aus, den Sie entrichten müssen, das Niveau ist aber immer noch leicht unter dem deutschen angesiedelt.

Stadtwohnung und Auto

Eine Besonderheit sollten Sie jedoch immer im Blickfeld haben: Andalusische Groß- wie Kleinstädte sind über Jahrhunderte gewachsen, mit engen Gassen zwischen den wenigen Boulevards, einem undurchschaubaren und auch aktuelle Navis besiegenden Einbahnstrassensystem sowie reichlich verkehrsberuhigten Zonen ausgestattet. Was Ihnen beim Stadtbummel angenehm auffallen wird, ist äußerst hinderlich bei der Anreise oder auch bei jeder Bewegung mit dem eigenen Auto. Parkplätze sind Mangelware und teuer, selbst wenn ihre Wohnung über den Luxus eines eigenen verfügen sollte.

Die Frage, ob ein Auto im Rahmen des Stadtaufenthalts überhaupt vonnöten ist, kann sich also durchaus stellen. Im Rahmen von Rundreisen wird man nicht darauf verzichten können, es ist aber durchaus erwägenswert, die Großstadtbesichtigung an Anfang oder Ende zu stellen und sich für diesen Zeitraum die Mietkosten zu sparen.

In jedem Fall werden Sie sich viel Zeit, Stress und Ärger ersparen, wenn Sie darauf verzichten, das Innere einer andalusischen Stadt per eigenem PKW zu erkunden. Folgen Sie einem Ratschlag vieler Reiseführer und jetzt auch meinerseits: Parken Sie das Auto in einer gut zugänglichen Tiefgarage oder ähnlichen und machen Sie sich zu Fuss oder mit dem Taxi auf den Weg zu ihrem Ziel oder ihrer Wohnung. (Natürlich keine Gegenstände oder gar Wertsachen sichtbar im Auto lassen!)

Die Vorstadt oder ländliche Umgebung

Ich persönlich mag es ab und zu auch mal ruhiger und liebe die Abwechslung, nach einem Tag des Stadtbummelns auch mal wieder einen Ausflug in die Umgebung machen zu können. Oft entscheide ich mich daher für eine Wohnlage in der nahen Umgebung.

Von dort aus ist es meist einfach, zügig aus der Stadt herauszukommen. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind in Andalusien wie in ganz Spanien meist sehr gut ausgebaut. Diesen Weg nehme ich jeweils für die Stadtbesichtigung ohne Parkplatzprobleme und direkt vom Zentrum aus. Sollte der Abend doch einmal länger dauern und der letzte Bus versäumt sein, ist ein Taxi immer noch eine bezahlbare Alternative.

Dabei scheint es doch wichtig, im Umkreis dieser Verkehrsmittel zu bleiben. Von weiter draußen jedes Mal die Stadt anzusteuern, ist zwar angesichts des reichlich vorhandenen Schnellstraßennetzes durchaus möglich, zumindest in Großstädte aber, wie oben beschrieben, zeitraubend und nervtötend.

Urlaub am Meer, Costa del Luz und Costa del Sol

Andalusiens Küsten ist der Bauboom der letzten Jahre und die aktuelle Immobilienkrise leider deutlich anzusehen. Zwar ist die Anzahl unübersehbarer Bauruinen im Vergleich zu den Kanaren deutlich gering, es stehen aber auch so reichlich Apartmentresidenzen herum, auch wenn sie teilweise architektonisch sogar fantasievoll genannt werden können. Die Schilder zu verkaufen in den Fenstern sind allenthalben nicht zu übersehen und der Flair der teilweise eiligst aus dem Boden gestampften Einkaufs- und Erlebnismalls leidet deutlich unter notorischen Leerständen der Ladenlokale.

Auch so manche Ferienwohnung befindet sich inmitten eines ghettoartigen Baukonglomerats, das in großer Eile um die Kleinstädte entlang der Küste herum entstanden ist. Nicht selten sind die Besitzer Deutsche, Engländer oder Holländer, die sich über die Vermietung ihren Traum vom Aussteigerleben im Süden finanzieren. Das muss nichts heißen und sei vergönnt, kann aber auch eher armselige Ausstattungen bedeuten.

Nachdem der gesamte Küstenstreifen über Autobahnen gut vernetzt ist, dürfte der genaue Wohnort nicht unbedingt die Hauptrolle spielen, eher schon das Ambiente.

Costa del Luz: Das authentischere Ambiente?

Der Costa del Luz wird gerne zugeschrieben, das landestypischere Bild abzugeben im Vergleich zur Costa del Sol. Angesichts des dort herrschenden Hypertourismus ist dieses Ziel nicht schwer zu erreichen und das Bild des täglichen Dauerstaus zwischen Torremolinos und Marbella wird an der Ostküste wohl auch in Zukunft auf die Rush-Hour um Cadiz beschränkt bleiben.

Eine von Apartmentblöcken verschonte, attraktive Küstenlandschaft konnte ich aber auch hier nur in der Gegend um Conil entdecken. Wohnen mit Stadt- und Strandflair lässt es sich natürlich auch im Großraum Cadiz und Tarifa, dort für Surffreunde auch in den nördlichen Küstendünen auf den reichlich vorhandenen Campingplätzen.

Natur pur auf der Finca

Fincas, Wohnungen und Ferien auf dem Bauernhof sind natürlich auch in Andalusiens oft spektakulärer Bergwelt zu finden. Naturfreunde finden hier mit Sicherheit ein attraktives Angebot zum Wandern, Biken oder einfach nur zur Ruhe. Besonders im Frühjahr und Herbst, wenn die Sonne nicht mehr gar so gnadenlos brennt, können Sie begeisternde Landschaftsbilder finden.

Eines sollten Sie sich jedoch vergegenwärtigen: "mal schnell an den Strand oder in die Stadt fahren" ist nicht so einfach, wie mancher Prospekt oder die Landkarte glauben machen möchte. Auch wenn Sie nicht in der Pampa leben, sind die Strassen im Bergland doch anders strukturiert als an der Küste. Bis Sie von ihrer Finca aus die nächste Anschlussstelle einer Autobahn auch nur erreichen, kann locker eine Stunde vergangen sein.

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Zuletzt aktualisiert am 27. Mai 2014

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